
"Stadt der Träume" ist die novelization
der ersten Angel-Folge "Licht und Schatten". Daher dürfte die
Handlung für alle, die die Folge gesehen haben, bekannt sein:
Angel kommt nach L.A., um Dämonen zu bekämpfen. Doch er
trifft auf Doyle, der von den Mächten der Ewigkeit zu ihm geschickt
wurde. Durch dessen Visionen soll Angel nun erfahren, wo seine Hilfe
gebraucht wird. Und einen ersten Auftrag hat Doyle auch schon: Angel
soll einer gewissen Tina helfen, weiß jedoch nicht, wobei.
Nach einigen erfolglosen Versuchen, mit ihr ins Gespräch zu
kommen, beginnt sie, ihm zu vertrauen, und Angel rettet sie vor
den Männern eines gewissen Russell Winters. Angels Nachforschungen
ergeben, daß dieser bereits eine von Tinas Freundinnen ermordet
hat und nun augenscheinlich auch hinter dieser her ist. Unglücklicherweise
sieht Tina Angels wahres (Vampir-)Gesicht und flieht vor ihm. In
ihrer Wohnung lauert ihr bereits Winters auf und Tina muß
feststellen, daß er nicht nur ein Mörder, sondern auch
ein Vampir ist. Als Angel herausfindet, daß Russell Tina getötet
hat, will er ihn vernichten. Doch als er in dessen Haus eindringt,
stellt er fest, daß dieser schon sein nächsten Opfer
gesucht hat: Cordelia.
Natürlich findet Russell am Schluß
doch noch seine gerechte Strafe. Und "Angel Investigations" ist
geboren, bestehend aus Angel, Cordelia und Doyle.
Wozu sollte man also den Roman lesen,
wenn man das doch schon alles im Fernsehen gesehen hat? Glücklicherweise
ist die Geschichte angereichtert mit Flashbacks. So erfährt
man zum Beispiel mehr über Drusilla und Spike, die nach Angelus
suchten, ohne zu wissen, daß er von den Zigeunern verflucht
worden war. Auch, warum Drusilla so geschwächt nach Sunnydale
kam, kann man hier nachlesen. Hauptsächlich finden sich in
dem Roman allerdings die romantischsten und tragischsten Buffy-
und Angel-Szenen, die es jemals in der Serie zu sehen gab: So zum
Beispiel ihr erstes Treffen, ihre einzige gemeinsame Nacht oder
auch ihren Kampf auf Leben und Tod, als Buffy Angel zur Hölle
schickt, um die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Zugegeben, die
Flashbacks wirken von Zeit zu Zeit etwas deplaziert und verwirrend.
Doch wenn man all diese Szenen schon immer zum Nachlesen in einem
Buch haben wollte, dann ist "Stadt der Träume" die richtige
Wahl.