
Während Angel und Doyle eine Vampir-Organisation entdecken,
die die Blutsauger der Stadt auf Bestellung mit frischem Blut versorgt,
wird in einem anderen Teil von Los Angeles ein alter Priester von
einer geheimnisvollen Frau niedergeschlagen. Mit diesem Vorfall
beginnt eine Serie von Zwischenfällen mit einer Verrückten
und Jugendgangs und korrupten Polizeibeamten, bei denen zahlreiche
Leichen zurückbleiben. Bei der Frau handelt es sich um La Llorona
- die weinende Frau -, eine Figur aus einer alten mexikanischen
Legende. Der Geist einer spanischen Frau, die für ihren Geliebten
ihre Kinder ermordet hat. Nun streicht sie durch die Stadt auf der
Suche nach Kindern, die sie für ihren Verlust entschädigen.
Zur selben Zeit nimmt der Millionär Adrian Heath Kontakt zu den Detektiven auf. Seit einigen Tagen ist seien Ehefrau verschwunden, und er bittet Angel um seine Hilfe. Die Nachforschungen ergeben, daß Heath vor seiner Heirat eine Affäre mit einer Schauspielerin hatte, aus der ein Kind hervorging. Als Heaths Frau davon Kenntnis bekommt, so scheint es, verläßt sie ihn.
Doch Angel erkennt rasch, was
wirklich geschehen ist: Marisa - Heaths Frau - hat den Geist der
Llorona erweckt. Auch sie hat ein Geheimnis, von dem ihr Mann nichts
weiß. Sie hat vor acht Jahren ein uneheliches Kind zur Welt
gebracht, das durch die Schuld von einer von Heaths Unternehmen
tödlich erkrankte. Aus diesem Grund zieht La Llorona eine Spur
der Verwüstung durch die Stadt - geradewegs zu der Mutter von
Heaths Kind.
Doyle ist jetzt schon seit über eineinhalb Jahren tot. Warum spielt er immer noch eine der Hauptrollen in den veröffentlichten Romanen?! Warum gibt es noch keine Wesley-Romane? So sympathisch der kleine Ire auch ist, es wird langsam Zeit, daß die Vertreter des Verlages der Tatsache Rechnung tragen, daß es sinnlos ist, weiterhin Romane zu veröffentlichen, die noch in der ersten Hälfte der ersten "Angel"-Staffel spielen. Aber auch der Inhalt von "bruja" ist ausgesprochen enttäuschend. Es ist erstaunlich, daß unsere drei Helden tatsächlich fast 300 Seiten benötigen, um die Zusammenhänge zu erkennen. Der Leser weiß ausgesprochen rasch, was vorgeht. Und auch der pathetische Schluß des Romans ... wir wissen ja, daß Angel für seine Vergangenheit büßen muß. Aber mußte der Autor wirklich den tränenreichen Schlußdialog zwischen Buffy und Angel aus "Amends" ("Heimsuchungen") in einer anderen Version schildern?