Drei Bälle. Drei erotische Abenteuer. Eine große Liebe.
Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie das Leben von Cinderella (Aschenputtel) weitergegangen ist, nachdem sie endlich ihren Prinzen geheiratet hat? Nun, Prinz Charming hat sie zunächst wegen einer anderen verlassen, bis er sich dann geoutet hat - heute ist er der Partner eines Piraten und fährt mit diesem über die sieben Meere und versucht, "sich zu finden". Das Wohl seines Landes liegt allein in den Händen von Cinderella. 13 Jahre nach der Traumhochzeit ist diese allein, gestresst und frustriert. Und ausgesprochen unbefriedigt. Den Glauben an die große Liebe hat sie schon lange verloren.
Irgendwann beschließt sie, dass fünf Jahre ohne 6 eine lange Zeit sind und dass auch sie als Königin das Recht hat, ein wenig Spaß zu haben. Wie wäre es da mit einem Maskenball, der ihr die Gelegenheit bietet, gefahrlos und anonym ein Abenteuer zu erleben? Gesagt, getan ...
Ihr einziger Vertrauter in all der Zeit ist ihr Verwalter Sebastian, der schon seit Langem heimlich in sie verliebt ist. Als er Besuch von der guten Fee bekommt (die ja auch Cinderella dabei geholfen hat, das Herz von Prinz Charming zu gewinnen), sieht er seine Chance gekommen. Auf den drei von Cinderella veranstalteten Bällen begegnet er dieser in unterschiedlicher Gestalt und erfüllt ihr alle ihre Wünsche ...
Doch was wird geschehen, wenn Prinz Charming von Cinderellas Eskapaden erfährt - denn auch Cinderellas Stiefmutter und ihre Stiefschwestern bleiben nicht untätig.
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"Cinderella Unmasked" ist im Verlag Samhain Publishing erschienen - und wem dieser Verlag ein Begriff ist, der weiß, dass er für erotische Literatur mit expliziten Beschreibungen, Bondage, Ménage à trois oder GLBT steht. Und einige dieser Elemente findet man auch in diesem Roman wieder - daher ist er alles andere als ein Märchen für Kinder.
Die Story ist durchaus nicht ohne Charme und zumindest amüsant zu lesen. Sie stellt keine großen Ansprüche an den Intellekt und beinhaltet auch keine moralischen Lehren, aber wer zu dieser Geschichte greift, erwartet dies auch nicht. Leider haben die Autorinnen all ihre Energie in die Beschreibung der einschlägigen Szenen gesteckt, sodass der restliche Inhalt (eine "richtige" Geschichte, glaubwürdige Beschreibung der Hauptcharaktere) etwas zu kurz kommt; man hätte aus der Grundidee durchaus noch mehr "herausholen" können.
Mein Fazit: Ganz unterhaltsam - versüßt den Abend, "sättigt" aber nicht wirklich.