Jasper Fforde - In einem andere Buch (Thursday Next Band 2)

Ludlum: Das Bourne Imperium
Die LitAg-Spezialagentin Thursday Next, eben noch strahlende Heldin im Fall Jane Eyre, während dem sie den Superverbrecher Acheron Hades getötet und einen Mitarbeiter der mächtigen Goliath Company in Poes "Der Rabe" eingesperrt hat, wird von allen Seiten in die Mangel genommen:

Ihr eigener Arbeitgeber - die SpecOps - läßt sie beschatten, weil man über Thursday an ihren Vater herankommen will, der früher bei der ChronoGarde gearbeitet hat, heute aber vor diesen auf der Flucht durch die Zeit ist.

Bei der Mammut-Herbstwanderung fällt ihr ein Oldtimer fast auf den Kopf, und Thursay gerät in einen Zug, in dem alle Mitreisenden Irma Cohen heißen und die Lösungsworte eines Kreuzworträtsels "streitsüchtige Thursday, goodbye" ergeben.

Dann wird auch ihr eben erst erworbene Ehemann Landen von der ChronoGarde "genichtet", indem deren Mitarbeiter in die Vergangenheit reisen und verhindern, daß Landen bei einem Unfall gerettet wird. Ein erster Rettungsversuch durch Thursday und ihren Vater scheitert. Doch Schitt-Hawse von Goliath macht Thursday ein Angebot: Wenn sie ihm hilft, seinen Bruder aus "Der Rabe" zu befreien, wird man ihr ihren Ehemann zurückgeben.

Und obendrein geht am 12. Dezember die Welt unter, wenn sie und ihr ewig zeitreisender Vater nicht herausfinden, warum sich plötzlich alles in rosa Soße verwandelt.

Zum Glück findet Thursday in der exzentrischen Miss Havisham - einer der Hauptfiguren aus Dickens' "Große Erwartungen" eine strenge Lehrerin, die ihr zeigt, wie man sich mit Hilfe von Jurisfiktion nicht nur aus dem Prozess von Kafka, sondern auch aus einer Waschanleitung für Angorapullover befreit.
 

"In einem anderen Buch" ist der zweite Band aus der "Thursday Next"-Reihe des Walisers Jasper Fforde und steht dem ersten Band "Der Fall Jane Eyre" in nichts zurück. Das Buch strotzt nur so vor literarischen Anspielungen, skurrilen Besuchen in vielen Büchern der Weltliteratur, haarsträubenden Ereignissen und liebevoll gezeichneten Figuren. Mit rasanter Geschwindigkeit schreitet die Handlung fort, so daß man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und spannend und nimmt den Leser schon auf den ersten Seiten gefangen. Mit einer großen Portion Zeitkritik.

Ein Besuch auf der "Thursday Next"-Website lohnt sich übrigens. Dabei handelt es sich nämlich nicht um eine Website zur Buchserie, sondern über die Person Thursday Next - mit Links zu Merchandising, zu Thursdays Arbeitgeber der Goliath Corporation - und natürlich auch zum obligatorischen Forum. Eine witzige Mischung aus "Fiktion" und Realität.