
Harry Potter versucht - wie alle anderen auch - den Tod von Dumbledore
zu verarbeiten, doch der verstorbene Schulleiter hat den jungen
Zauberer mit einer schweren Aufgabe belastet: Er muss die sogenannten
Horcruxe finden - sechs "Gefäße", in die Voldemort
Teile seiner Seele verschlossen hat, um sich vor der endgültigen
Vernichtung zu schützen. Monatelang ist Harry mit Hermione
und Ron auf der Flucht, während ihre Familien, Freunde und
andere Gegner der neuen Macht in ständiger Angst vor Gefangennahme
und Tod schweben durch die Vertreter der neuen Schreckensherrschaft.
Aus eigener Kraft und mit unbekannter Hilfe gelingt es den dreien,
einen der Horcruxe nach dem anderen zu finden.
Doch die Mission scheint zu scheitern, als Harry durch drei Abschiedsgeschenke von Dumbledore von der Legende der Deathly Hallows - der Heiligtümer des Todes - erfährt, einen Zauberstab, der seinem Besitzer absolute Macht über alle anderen Zauberer verleiht, einem Stein, der Tote zurückbringt, und einem unzerstörbaren Tarnumhang, der seinen Besitzer nicht nur unsichtbar macht, sondern auch vor Zaubersprüchen schützt (dabei handelt es sich um den Umhang den Harry bereits besitzt).
Als die drei in letzter Sekunde nur mit Hilfe von Hauself Dobby aus Malfoy Mansion fliehen können, der dabei sein Leben verliert, trifft Harry die Entscheidung, sich nur noch auf die Zerstörung der Horcruxe zu konzentrieren, und verschafft sich Zutritt zu Hogwarts, wo sie den fünften Horcrux vermuten. Ihre Anwesenheit bleibt jedoch nicht unbemerkt - und der große Kampf Gut gegen Böse beginnt, als die Lehrer der Schule gegen die sie belagernden Deatheater und Lord Voldemort kämpfen. Dieser ist bereits im Besitz des mächtigen Zauberstabs und glaubt, Harry damit vernichten zu können ...
"Harry Potter and the Deathly Hallows" ist der langerwartete 7. Band (der Abschlussband) der Serie um den jungen Zauberer Harry Potter.
Negativ fällt auf, dass die Geschichte einige Kapitel braucht, um wirklich ein Fahrt zu kommen und zugegebenermaßen einige Längen hat, und leider wirken auch die ständigen Hinweise auf Harrys schmerzende Narbe etwas störend. Darüber hinaus ist es doch etwas unglaubwürdig, dass es den drei jungen Zauberern immer wieder in letzter Sekunde gelingt, vor Deatheatern oder anderen tödlichen Gefahren zu fliehen - und zwar meist nicht aufgrund ihrer magischen Fähigkeiten, sondern durch schieres Glück.
Positiv ist zu vermerken, dass die Geschichte weiterhin sehr glaubwürdig geschrieben ist (soweit man das über ein Buch sagen kann, dessen handelnde Figuren Zauberer sind ...) und dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte, um keine der zahlreichen sehr kreativen Wendungen und Ideen zu verpassen. Viele der offenen Fragen aus den Vorgängerbänden werden beantwortet, darunter meine Lieblingsfrage: Ist Snape nun einer der Guten oder gehört er wirklich zu den Deatheaters. Aber die Antwort soll an dieser Stelle nicht verraten werden.