
Schon lange habe ich
kein Buch mit soviel Begeisterung und Vergnügen verschungen
wie Tommy Jauds "Vollidiot". Der Autor schildert
in seinem Buch die witzige Geschichte des 29jährigen Singles
Simon Peters, der sich gerade in Single-Phase Vier befindet:
"Die Frauen SIND total bescheuert. Fakt ist, sie interessieren sich einen Dreck für dich, was vor allem daran liegt, dass du bei jeder halbwegs attraktiven Frau zehn verschiedene Sex-Stellungen im Kopf durchgehst und man das natürlich sofort sieht. Das Wort Ficken steht auf deiner Stirn. In 1000 Punkt Times New Roman mit diversen Leuchteffekten. Du bekommst weltweites Hausverbot bei Ikea, weil du ein Pärchen von einem braunen Ledersofa gezogen und gezwungen hast, alle Plastikbälle aus dem Kinderparadies zu essen ..."
Um auf Frauen anziehender zu wirken, meldet sich Simon in einem Fitneßcenter an - daß es sich dabei um einen Fitneßcenter für Schwule handelt, merkt er erst, als er sich auf zwei Jahre festgelegt hat. Zu allem Unglücklich arbeitet Simon auch noch in einem T-Punkt-Laden, wo er in Schwierigkeiten gerät, als er einem 8jährigen Mädchen einen Handy-Vertrag verkauft - und dann in ihrem Elternhaus einbricht, um den Vertrag zurückzuholen, da dies natürlich illegal ist. Und natürlich gibt es noch die gutaussehende Marcia aus dem gegenüberliegenden "Starbucks", Simons zukünftige Frau und Mutter seiner Kinder, die er aber noch niemals angesprochen hat.
Wenn ihr darüber hinaus wissen wollt:
- warum
man in einen Fitneßcenter für Schwule lieber kein Snoopy-Handtuch
mitbringen sollte,
- was eine "All you can fuck"-Nacht ist,
- warum Ikea singlefeindlich ist
- und warum man sich über die Mitstudenten in einem Spanischkurs
lieber nicht lustig machen sollte,
dann solltet ihr einen Blick in "Vollidiot" werfen. Keine tiefschürfende Literatur, aber interessante Einblicke in die Gehirnwendungen eines Single-Mannes und teilweise urkomisch.