
Wales, 1198: Ceridwen und Dain
haben Carn Merioneth verlassen und sind in den Norden gereist. Merioneth
wird von den Quicken-Tree übernommen, die Anstrengungen unternehmen,
die zerstörte Burg (und somit Drachen und Zeit-Wehre) vor der
Außenwelt zu verbergen. Zurück bleibt auch Mychael, der
immer stärker spürt, daß Drachenblut in ihm fließt.
Doch immer noch tritt der erhoffte Friede nicht ein.
Nun droht von anderer Seite Gefahr: Die Dockalfar - Dunkelelben
-, die sich vor Hunderten von Jahren gegen die anderen Elben gewandt
und gemeinsame Sache mit dem Trollkönig gemacht hatten, versuchen,
sich wieder Zugang zum Zeit-Wehr zu verschaffen. Caerlon, ihr Magier,
erweckt den Trollkönig Slott wieder, und beginnt, seine Skraelings
(unmenschliche Wesen, die nur zwei Dinge können: kämpfen
und fressen - egal, ob Freund oder Feind) in der Umgebung und in
den Höhlen unterhalb von Merioneth zu sammeln. Er plant, mit
seinen Truppen durch das Zeit-Wehr in der Vergangenheit zu reisen,
um die damalige Niederlage in einen Sieg zu verwandeln. Dazu hat
er Ailfinn Mapp entführt, die einzige Prydion-Magierin, die
unerschöpfliches Wissen und Macht hat. Darüber hinaus
greift das Dharkkum um sich, eine schwarze Masse, die alles verschlingt
und dem Leben ein Ende machen wird. Und dann gibt es da noch Nennius,
einen alten Bekannten von Caradocs Priester, der diesem das Geheimnis
der Drachen verraten hatte. Nennius stammt ursprünglich aus
der Zukunft und wurde aus Strafe für seine Vergehen, ins 12.
Jahrhundert verbannt - und er will nur eines: in die Zukunft reisen
und sich an seinen Feinden rächen.
Schließlich schließen sich die Elben-Gruppen zusammen
und kämpfen in den Höhlen von Merioneth gegen Dockalfar,
Troll und Skraelings. Eine wichtige Rolle spielen dabei Mychael
und Llynya, ein Ätherwesen, das auch gewisse Macht besitzt
und die mit vereinten Kräften die Drachen zur Rettung herbeirufen
und die Feinde besiegen.
Doch Ailfinn, Rhuddlan, Owain (ein Gefährte von Morgan), Varga
und Wei (zwei Elben) gehen während des Kampfes gegen das Dharkum
verloren.
Und Morgan ab Kynan fällt endlich aus dem Zeit-Wehr. Doch in
welcher Zeit ist er gelandet?
Eine pralle Geschichte, mit der sich die Autorin endlich vom Gabaldon-Vorbild löst und mit Elben und Drachen und anderen Fabelwesen eine ganz neue Welt erschafft. Das Buch hat sicherlich seine Längen (vor allem in den Beschreibungen der Höhlengänge) und die erneute Erwähnung von Caradoc, der von den Dockalfar gefangengenommen wird, ist schlicht und ergreifend überflüssig. Sein Part hätte genausogut von einer anderen Figur ausgefüllt werden können. Auch die Liebesgeschichte zwischen Mychael und Llynya erinnert verdächtig an die von Dain und Ceridwen, aber dennoch ist das Buch vor allem in der zweiten Hälfte sehr spannend und unterhaltsam.