
Berlin 1944: Lisa, Karin und Angelika
sind seit
ihrer Kindheit miteinander befreundet und durchleben gemeinsam die
"Abenteuer" des Zweiten Weltkrieges. In den Kriegswirren
muß Angelika mit ihrer Großmutter jedoch in einen anderen
Teil der Stadt ziehen, und der Kontakt zu ihr bricht ab.
Berlin 1956: Lisa leidet zusehends unter ihrem Stiefvater, der durch eine bleibende Kriegsverletzung verbittert ist und Lisas Mutter verbietet, ihrer Tochter von ihrem wahren Vater zu erzählen, der Ende der 30er Jahre - als ihre Mutter mit ihr schwanger war - nach Neuseeland gegangen ist. Ihre Mutter war damals zurückgeblieben und hatte irgendwann die Briefe ihres Verlobten nicht mehr entgegengenommen. Schließlich hat sie Hermann Klein geheiratet und mit ihm nach dem Krieg eine Wäscherei eröffnet, in der nun auch Lisa arbeitet. Eines Tages erfährt Lisa von dem Angebot der neuseeländischen Regierung, jungen Deutschen in ihrem Land einen Neuanfang zu ermöglichen. Die Regierung des Landes bezahlt Überfahrt und Unterkunft und hilft bei der Jobsuche - dafür verpflichten sich die Frauen, zwei Jahre im Land zu bleiben (und nach Möglichkeit einen Neuseeländer zu heiraten). Als sich Lisa im britischen Generalkonsulat die notwendigen Informationen und Bewerbungsunterlagen holt, lernt sie den Piloten Mark Nahu kennen - einen Maori -, der die junge Frau sofort sympathisch findet. Die beiden treffen sich in der folgenden Zeit hinter dem Rücken von Lisas Eltern und verlieben sich ineinander. Eines Tages wird Mark jedoch unerwartet zu einem Manöver nach Großbritannnien abkommandiert. Er hinterläßt Lisa zwar einen Brief, dieser wird aber von deren Vater abgefangen - wie auch alle weiteren Briefe, die Mark zunächst aus England, dann aus Neuseeland sendet.
Lisa ist zutiefst verletzt von Marks vermeintlichem Verrat und verfolgt ihre Auswanderungspläne nun verstärkt. Doch sie wird nicht alleine in das ferne Land reisen. Auch ihre verwöhnte Freundin Karin, die ursprünglich in Paris Mode-Design studieren wollte, schleißt sich ihr aus Abenteuerlust an. Und auch Angelika kehrt Deutschland den Rücken und wagt den Neuanfang in Neuseeland. Sie hat Lisa zufällt in einer Bar getroffen, in der sie als Prostituierte ihre Freier getroffen hat.
In Neuseeland angekommen, müssen die drei Frauen jedoch feststellen, daß das Leben dort nicht einfach werden wird. Die Frauen müssen in einer alten Kaserne wohnen, und die einzigen Jobs, die man ihnen anbietet, sind Putzjobs und Fabrikarbeit. Während Lisa sich vermeintlich gut mit der Sitaution abfindet, kommt es zwischen der unzufriedenen Karin und ihren Freundinnen immer wieder zu Streitigkeiten. Schließlich ergreift sie ihre Chance und wird Schneiderin bei einem ortsansässigen Modedesigner.
Angelika, die festgestellt hat, daß sie schwanger ist, gelingt es, Sekretärin bei Adrian Keenbrook zu werden, dem Juniorchef einer Wollspinnerei. Dieser hat Gefallen an ihr gefunden, und die beiden kommen sich näher. Selbst als ihm Angelika ihre Schwangerschaft beichtet, hält er zu ihr und bittet sie schließlich sogar, ihn zu heiraten. Sie willigt ein.
Lisa hat unterdessen Mark Nahu zufällig in der Stadt gesehen. Als sie ihn zu Hause aufsuchen will, um sich mit ihm auszusprechen, trifft sie ihn dort mit einer Frau und Kindern an. Sie nimmt an, daß er verheiratet ist und sie belogen hat, und flüchtet. In der Folgezeit forscht sie verstärkt nach dem Verbleib ihres wahren Vaters und lernt dabei den sympathischen Farmer Keith kennen. Dieser verliebt sich in sie und bietet ihr einen Job auf seiner Schaffarm an. Lisa willigt ein - schließlich auch in eine Heirat.
Eines Tages erhält Keith Besuch von seinem besten Freund - Mark. Lisa ist schockiert, als sie erfährt, daß er nicht verheiratet ist, sondern daß es sich bei der Frau um seine Schwester gehandelt hat. Beide spüren, daß sie sich noch zueinander hingezogen fühlen, doch Lisa glaubt weiterhin, daß er sie damals in Berlin im Stich gelassen hat, während Mark seinen besten Freund nicht hintergehen will.
Einige Wochen darauf bringt Mark Lisa auf Keith' Bitte hin mit dem Flugzeug zu einem Maori-Eingeborenen, der - wie sie erfahren hat - mit ihrem Vater befreundet war. Mark und Lisa sind gezwungen, dort zu übernachten - und erhalten die Gelegenheit zur Aussprache.
Keith wird mittlerweile immer mißtrauischer - sein Mißtrauen verstärkt sich, als sich Lisa nach der Rückkehr immer mehr von ihm zurückzieht. Zu einem ersten Bruch kommt es, als Angelikas Vergangenheit als Prostituierte ans Licht kommt und sie deshalb vor Gericht gestellt wird - und Lisa nicht bereit ist, sich von ihrer Freundin zu distanzieren. Adrian, der sich zunächst schockiert von seiner Verlobten zurückgezogen hat, beschließt schließlich doch, zu ihr zu stehen und sie zu heiraten. Auf der Feier kommt es zum endgültigen Bruch zwischen Lisa und Keith. Lisas Mutter hat nach dem Tod von Hermann Klein Marks Briefe gefunden und an ihre Tochter geschickt. Durch eine Intrige seiner Schwester fallen Keith diese Briefe in die Hände und er erfährt die Wahrheit über die Beziehung zwischen Mark und Lisa.
Lisa verläßt ihn und zieht zu Karin, beginnt aber, sich um das noch nicht fertiggestellte Haus ihres wahren Vaters zu kümmern, das sie gefunden hat. Kurze Zeit später kommt es zu einer Tragödie, als Angelika bei der Geburt ihres Kindes stirbt. Die Wege der Freundinnen trennen sich nun endgültig: Karin kehrt zur Modeschule nach Paris zurück. Lisa findet heraus, daß ihr Vater im Krieg umgekommen ist, beschließt aber, in Neuseeland zu bleiben. Mark will das Land zunächst verlassen, um der Beziehung zwischen Lisa und Keith nicht mehr länger im Weg zu stehen, bleibt aber auf Bitten seines Freundes hin doch und bittet Lisa, ihn zu heiraten.
"Der Liebe entgegen" ist das Buch zum gleichnamigen ZDF-Dreiteiler, der die unterhaltsame Geschichte dreier Freundinnen schildert. Das Buch teilt leider das Schicksal vieler Bücher, die auf einem Film bzw. einer Serie basieren: Es schildert wirklich nicht mehr als das, was man auch im Film/in der Serie selbst gesehen hat. Der Autor geht ausgesprochen sparsam mit Beschreibungen. So erfährt man wenig über das Äußere der Figuren, tiefere Blicke in ihr "Innenleben" gibt es fast gar nicht, und auch von der neuseeländischen Landschaft erfährt man nicht mehr, als daß sie wunderschön ist. Wenn man die Serie gesehen hat, hat man solche Dinge natürlich vor seinem inneren Auge; wenn man sie jedoch nicht kennt, bleibt vieles im Dunkeln. Dennoch ist die Geschichte selbst sehr unterhaltsam (das Richtige für einen Sommerurlaub) und die Figuren sind trotz allem recht sympathisch. Ein dickes Plus ist der zweiteilige, farbige Bildteil mit Shots aus der Serie.