
"Jenseits von Eden"
ist einer von drei Filmen, durch die James Dean in den 1950er Jahren
Kultstatus erlangte - im wahrsten Sinne des Wortes ein großer
Film, aber nur eine Facette einer großartigen Familiensaga.
Die Geschichte beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts in Conneticut und erzählt von den Halbbrüdern Charles und Adam Trask, die beide auf ihre Weise um die Liebe des Vaters kämpfen. Charles ist der Harte, der die elterliche Farm bewirtschaftet und dem scheinbar alles zufällt, während der eher zarte Adam von seinem Vater zum Militär geschickt wird, damit aus ihm ein "richtiger" Mann wird. Nach dem Tod des Vaters bewirtschaftet Charles die Farm jahrelang alleine, während Adam zunächst seine Militärzeit verlängert und dann lange Zeit durch das Land reist, auf der Suche nach sich selbst und einem Sinn.Dann kehrt er auf die Farm zurück, und die beiden Brüder arrangieren sich mehr schlecht als recht miteinander. Der wacklige Frieden wird gestört, als die schwerverletzte wunderschöne Cathy bei den beiden auftaucht. Doch Cathys Äußeres täuscht, denn was die beiden Brüder nicht wissen: Die junge Frau hat das Haus ihrer Eltern angezündet und die beiden darin verbrennen lassen, während sie geflohen ist, um ein neues Leben zu beginnen. Als Geliebte eines reichen Mannes. Doch als sie diesem zu gefährlich wird, schlägt er sie brutal nieder und läßt sie einfach liegen.
Adam und Charles verlieben sich in Cathy, doch während Adam über ihr schönes Äußeres nicht hinausschauen kann, erkennt sein Bruder, daß Cathy ein zutiefst schlechter Mensch ist, eine verwandte Seele. Adam und Cathy heiraten und ziehen nach Kalifornien, wo sie eine Farm kaufen. Cathy wird schwanger. Doch was Adam nicht erkennt: Seine Frau haßt ihn zutiefst. Als sie Zwillinge zur Welt gebracht hat, packt sie ihre Sachen, schießt ihren Mann nieder und reist in eine nahegelegene Stadt, wo sie in einem Bordell als Hure arbeitet. Adam braucht einige Jahre, um über die Ereignisse hinwegzukommen, doch zweien seiner Freunde gelingt es, ihn in die Wirklichkeit zurückzuholen.
Aron und Caleb, die Zwillinge, wachsen nun ähnlich wie die Brüder Charles und Adam auf - in Haßliebe miteinander verbunden, im Wesen völlig verschieden und immer buhlend um die Liebe des Vaters. Und auch wenn Adam sich aufgrund der biblischen Vorlage geweigert hat, seine Söhne Abel und Kain zu nennen, können die beiden ihrem Schicksal nicht entgehen.
"Jenseits von Eden" ist einer der besten Romane, die ich
seit langem gelesen habe. Der Autor schildert eine packende Familiengeschichte,
und obwohl einige der Figuren zutiefst schlecht sind, gelingt es
Steinbeck beim Leser Verständnis und Sympathie zu wecken. Auch
die Umsetzung der biblischen Geschichte von der Vertreibung aus
dem Paradies, von den beiden Brüdern Kain und Abel ist faszinierend
und wirft einen neuen Blick auf die altbekannte Geschichte der Menschheit.
Fazit: Unbedingt lesen.