
Endlich ist es da, das inoffizielle
Handbuch zu "Angel" von Christian Lukas und Sascha Westphal. Nachdem
die beiden Autoren uns bereits mit vier Bänden über die
ersten fünf "Buffy"-Staffeln beglückt haben, wurde es
Zeit für einen entsprechenden Guide zum Spin-Off. Einen Blick
hinein verrät sofort, daß auch der Aufbau den "Buffy"-Büchern
entspricht: Es gibt Hintergrundinfos zum Spin-Off und seiner Geschichte,
Angaben zu den wichtigsten Schauspielern (David Boreanaz, Charisma
Carpenter, J. August Richards, Alexis Denisof, Glenn Quinn), die
üblichen General Credits sowie eine Erläuterung der Beurteilungskriterien
- und dann gibt es auf den kommenden ca. 375 Seiten ausführliche
Inhaltsangaben und Erläuterungen zu jeder einzelnen Folge.
Die beiden Autoren gehen dabei sehr ausführlich auf die Anspielungen
ein (bekannte Filme oder Bücher, auf die die Drehbuchautoren
Bezug genommen haben); sie öffnen dem Leser einen faszinierenden
Blick "in die Seele" der Figuren, der dem oberflächlichen Leser
oftmals entgeht, und philosophische/religiöse Inhalte.
Auch wenn ich ihrer Beurteilung einzelner Folgen nicht immer zustimme
und mir wünsche, daß die Episodenguides von Lukas/Westphal
endlich einmal Farbfotos enthalten und nicht nur nichtssagende Zeitschriftencover-Abbildungen,
halte ich das Buch über die ersten beiden "Angel"-Staffeln
für sehr gelungen. Eines fehlt mir jedoch: die aufschlußreichen
Kurzartikel, die man in den "Buffy"-Büchern findet und in denen
es dort z. B. um die literarischen Vorbilder der Serie/Figuren oder
die Mutter-Tochter-Beziehung ging. Die Inhaltsangaben enthalten
darüber hinaus einige gravierende Fehler (so zum Beispiel die
Angabe, daß Cordelia ein Vampir sei, in "Der Ring von Amara"),
von denen die Fans die beiden Autoren hoffentlich in Kenntnis setzen.
Es fehlen darüber hinaus Angaben zu den Fan-Clubs bzw. Autogrammadressen
sowie wenigstens einige Internet-Sites, auf denen sich der Fan über
die Serie informieren kann.
Mit "Angel - Der dunkle Engel" hat man einen zuverlässigen
Guide, der aber leider nicht so spritzig und innovativ ist wie "Hollywood
Vampire" von Keith Topping, aber dafür wesentlich übersichtlicher.