Ich habe die Bis(s)-Romane zwar mit großer Begeisterung verschlungen,
habe aber trotzdem so meine Anfragen und Kritikpunkte. Das Tolle
an dem Buch von Beth Felker Jones ist, dass sie im Grunde aus der
gleichen Position heraus schreibt: als jemand, der die Bücher gelesen
hat, sie mag, aber eben nicht nur begeistert ist. Nachdem sie in
ihrer Einleitung die Inhalte der vier Bücher detailliert geschildert
hat, sodass selbst jemand, der sie nicht selbst gelesen hat, das
Folgende nachvollziehen kann, geht sie daher in ihrem Buch kritisch
auf die wichtigsten Themen ein, die in der Romanreihe angesprochen
werden:
- Die verbotene Frucht (Der Reiz einer gefährlichen Beziehung)
- Völlig geblendet (Wie Liebe in der Twilight-Saga aussieht)
- Vampire und Menschenblut (Enthaltsamkeit und Sexualität in
der Twilight-Saga)
- Der Superheld und das Mädchen von nebenan (Die Geschlechterrollen
in der Twilight-Saga)
- Baseball und Treue (Die Twilight-Saga und die ideale Familie)
- Bis dass der Tod uns scheidet (Das Bild der Ehe in der Twilight-Saga)
- Monster oder geliebtes Kind? (Kinder in der Twilight-Saga)
- Übernatürliche Kraft (Wie in der Twilight-Saga ein gut
gelebtes Leben aussieht)
- Mein Platz in dieser Welt (Bellas Suche nach ihrer Bestimmung)
- Leidenschaft für Gott (Die Macht des Verlangens in der Twilight-Saga
und im echten Leben)
Und das tut die Autorin keineswegs mit einem erhobenen Zeigefinger, sondern sehr einfühlsam. Sie setzt dem Leser ihre Kritik nicht nach dem Motto vor: „Friss oder stirb!“, sondern lädt auch mit weiterführenden Fragen ein, sich selbst ehrlich Gedanken darüber zu machen, was es hieße, wenn z. B. eine Partnerschaft tatsächlich so aussähe wie die von Edward und Bella. Oder ob das von Stephenie Meyer propagierte Menschenbild für einen Leser wirklich so „erstrebenswert“ ist. Da die Autorin Christ ist, tut sie all dies von einem christlichen Blickwinkel aus.
Ein toller Begleiter zur Romanreihe (mit einem wunderschönen Cover!)!