Lee Strobel & Jane Vogel - Der Fall Jesus. Für Teens


Kaum jemand zweifelt daran, dass Jesus gelebt hat. Aber hat er wirklich Wunder vollbracht? Gibt es allen Ernstes Beweise dafür, dass er von den Toten auferstanden ist? Diese Frage hat sich auch Lee Strobel gestellt - ein erfolgreicher Reporter der "Chicago Tribune" -, nachdem seine Frau zum Glauben an Jesus Christus kam. Von dem Atheisten nur mitleidig belächelt. Er hatte bereits in der 8. Klasse seinen Glauben an Gott verloren, als sein Biologielehrer den Schülern seiner Klasse die Evolutionstheorie von Charles Darwin vorstellte, die die Berichte aus der biblischen Schöpfungsgeschichte hinlänglich und wissenschaftlich fundiert erklären konnten. Wenn die Evolution den Ursprung und die Entwicklung des Lebens erklären konnte, dann war Gott arbeitslos! Wozu brauchte man dann noch einen Gott? Leben war doch ncihts weiter als eine große chemische Reaktion, ein zufälliges Zusammenspiel von zufällig entstandenen Molekülen. Nachdem auch seine bisherigen Erfahrungen mit "Kirche" eher frustrierend und langweilig gewesen waren, bot die Evolutionstheorie Strobel einen vernünftigen Grund, das Thema endgültig für sich abzuhaken.

Das änderte sich auch in den kommenden Jahren nicht, als er seine Erfahrungen mit Drogen und Alkohol machte und irgendwann ein erfolgreicher Reporter bei einer angesehenen Zeitung war. Als sich seine Frau für Gott entschied, war das für Strobel ein Schock. Er hatte doch eine nette, lebenslustige Frau geheiratet. Jetzt würde sie doch sicher langweilig und prüde werden. Als aber das Gegenteil geschah, erklärte sich der Reporter bereit, die Sache mit dem Glauben selbst noch einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen.

In dem Buch "Der Fall Jesus. Für Teens" kann man seine Reise durch den christlichen Glauben in jugendgemäßer Sprache und auch Kürze auf eine unterhaltsame Art und Weise nachlesen. Er geht dort offen und ehrlich Fragen nach wie: "Hielt sich Jesus wirklich für Gott?", "War er verrückt, als er das von sich behauptete?", "Gibt es auch außerhalb der Bibel Beweise für Jesus?", "Gibt es Beweise dafür, daß er wirklich am Kreuz gestorben und dann wieder auferstanden ist?", "Was ist mit den anderen Religionen?" etc. Dabei untersucht er die Erkenntnisse von Archäologen, Historikern, Biologen und anderen Wissenschaftlern und schildert er viele Berichte von Menschen, die Erfahrungen mit dem christlichen Glauben gemacht haben und die erkannten, daß dieser wirklich "funktionierte".

Das großartig gestaltete Buch richtet sich an junge Christen und Nichtchristen, die sich mit gängigen Einwänden gegen den christlichen Glauben beschäftigen wollen. Lee Strobel gelingt es auf eine unterhaltsame, jugendgerechte Art und Weise, Fakten für die Existenz Jesu und seiner Identität als Sohn Gottes zu liefern. Ich bin mir nicht sicher, ob es auch Teens erreichen wird, die dem Glauben völlig ablehnend gegenüberstehen, aber wer sich bereits für diese Religion interessiert, den wird Strobels Buch sicherlich ansprechen. Obwohl Strobel sicherlich zielgerichtet argumentiert, verzichtet er darauf, den Leser zu manipulieren oder zu einer Einsicht zu drängen.